Feinde des Bargelds

Die nachfolgend aufgeführten Unternehmen und Behörden akzeptieren kein Bargeld oder haben dessen Akzeptanz ganz wesentlich eingeschränkt, obwohl sie von Angesicht zu Angesicht oder über Automaten bezahlt werden, und neben bargeldlosen Zahlungsmöglichkeiten auch das einzig gesetzliche Zahlungsmittel Bargeld akzeptieren könnten. Ob aus Zeitgeist, aus Gedankenlosigkeit oder einem kundenunfreundlichen Rationalisierungsdrang heraus - die Gründe dafür sind ganz unterschiedlich.

Diese öffentlichen und privaten Institutionen erwecken gegenüber den Verbrauchern den unzutreffenden Eindruck, dass Bargeld nicht das einzige gesetzliche Zahlungsmittel sei. Dieser Verstoß kann -auch nach Rechtsauffassung von Juristen- nicht durch deren Allgemeine Geschäftsbestimmungen geheilt werden. Hier findet nach Meinung von Fachleuten eine verbotene "Werbeform" statt.

Es bleibt jedem Verbraucher überlassen, sich für einen bargeldfreundlichen Mitbewerber zu entscheiden. Bei Behörden und behördenähnlichen Institutionen ist eine Alternative zumeist nicht möglich. Ja zu Bargeld ist aktiv, um auch hier für die Zukunft eine Bewusstseinsveränderung zu schaffen.

Institutionen, welche kein Bargeld akzeptieren oder dessen Akzeptanz ganz wesentlich eingeschränkt haben:

Deutsche Bahn
Die Bahn schafft seit Februar 2025 in der Bord-Gastronomie schrittweise das Bargeld ab. Angeblich zunächst nur ein „Pilotprojekt“ und auf gewisse ICE-Strecken beschränkt, ist zu befürchten, dass die Deutsche Bahn auch im Ticketverkauf schleichend nur noch elektronische Zahlungen akzeptieren wird. Bahnkunden können dann im wahrsten Sinne des Wortes auf Schritt und Tritt überwacht werden.

Beitragsservice ARD ZDF Deutschlandfunk
Bereits vor einiger Zeit ging es vor dem Bundesverwaltungsgericht in Leipzig um die Frage, ob der Rundfunkbeitrag auch bar gezahlt werden darf. Der Hessische Rundfunk (HR) hatte einen „ausnahmslosen Ausschluss“ von Barzahlung in seiner Beitragssatzung verankert. Zu Unrecht, wie im Urteil festgestellt wurde: Der Ausschluss einer Barzahlung des Rundfunkbeitrags verstößt gegen den Gleichbehandlungsgrundsatz des Grundgesetzes. Zumindest wer kein Girokonto hat, darf in bar zahlen (Az. 6 C 2.21).

Deutsche Bank
Die Deutsche Bank erschwert es ihren Kunden immer mehr, dass diese cash an ihr Geld kommen. Auszahlungen am Schalter sind bundesweit auf ganz wenige Filialen begrenzt, und auch die Bankautomaten der Deutschen Bank werden immer weiter reduziert. Das Geldinstitut will scheinbar auch beim letzten Cent mitverdienen, den ein Kunde umdreht.

Hamburger Verkehrsverbund (HVV), Hamburg
Der Hamburger Verkehrsverbund (HVV) hat Anfang 2024 seine für den Kunden bis dahin gut funktionierenden Kassensysteme so umgestellt, dass diese nicht bzw. nur noch stark eingeschränkt Bargeld akzeptieren. Das Unternehmen HVV GmbH ist im Besitz von Ländern und Kommunen.

Landesbetrieb Verkehr (LBV), Hamburg
Der Landesbetrieb Verkehr (LBV) hat seine für den Bürger gut funktionierenden Kassenautomaten im Jahr 2024 so umgestellt, dass diese (wie bis dahin problemlos möglich) an den meisten Standorten kein Bargeld mehr akzeptieren, sondern nur noch Karten privater Bankinstitute. Das einzig gesetzliche Zahlungsmittel wird dort von dieser Behörde nicht akzeptiert.

Backwarenkette Steinecke, Leipzig
Die Filiale der Backwarenkette Steinecke am Leipziger Ostplatz begrüßt seine Kunden mit dem infantilen Spruch "Bye bye Bargeld, hallo Karte" und gibt offen zu, auf dem Rücken des freiesten Zahlungsmittels seine Gewinnmarge erhöhen zu wollen.

Regionalverkehr Oberbayern (RVO)
Kunden der bahneigenen RVO sind in Bussen dem guten Willen des Fahrers ausgesetzt. Wer mit höheren als 20 Euro-Scheinen bezahlt, muss sich regelmäßig das Wechselgeld später bei der sonst wo gelegenen Verwaltung des Verkehrsunternehmens zurück erbetteln. Oder die Fahrt abbrechen, obwohl er das einzig gesetzliche Zahlungsmittel verwendet. Nachzulesen im PDF auf Seite 10.

Backwarenkette Steinecke, Leipzig
Die Filiale der Backwarenkette Steinecke am Leipziger Ostplatz begrüßt seine Kunden mit dem infantilen Spruch "Bye bye Bargeld, hallo Karte" und gibt offen zu, auf dem Rücken des freiesten Zahlungsmittels seine Gewinnmarge erhöhen zu wollen.

Polarzauber AG, Schlieren/Schweiz
Auch die Polarzauber AG ist nicht so entzückend, wie der Name verheißt. Der Marktbetreiber verbietet seinen Ausstellern, das freieste und einzig gesetzliche Zahlungsmittel zu akzeptieren, um aus ihnen auch den letzten Franken heraus zu holen.[

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